BIOS erkennt SSD nicht als Boot – Ursachen & Lösungen

BIOS erkennt SSD nicht als Boot? Erfahren Sie die häufigsten Ursachen und konkrete Schritt-für-Schritt-Lösungen für UEFI, Bootloader und Klon-Probleme.

Von @Yvonne
Zuletzt aktualisiert 23.01.2026

Wird Ihre SSD im BIOS zwar erkannt, aber nicht als Boot-Laufwerk angezeigt, oder erscheint sie überhaupt nicht in der Boot-Reihenfolge? Dieses Problem tritt häufig nach einem SSD-Wechsel, Windows-Upgrade, Klonvorgang oder BIOS-Update auf und sorgt schnell für Verwirrung.

In diesem ausführlichen Leitfaden erklären wir alle realistischen Ursachen und zeigen bewährte Lösungen, mit denen Sie Ihre SSD wieder bootfähig machen – ohne Datenverlust, sofern möglich.

Häufige Ursachen im Überblick:
❌ Falscher Boot-Modus.
❌ Falscher Partitionsstil.
❌ Kein Bootloader.
❌ SSD nicht aktiv.
❌ Secure Boot blockiert.
❌ Fehlerhafte Klonsoftware.
❌ BIOS erkennt NVMe falsch.

Was tun, wenn BIOS SSD nicht als Boot erkennt?

Im folgenden Teil finden Sie die Lösungen. Sie können je nach Bedarf diese Lösungen versuchen.

Lösung 1: Hardwareverbindung überprüfen

Wenn eine SSD im BIOS weder unter den Boot-Optionen noch unter den allgemeinen Speichergeräten angezeigt wird, liegt die Ursache in den meisten Fällen vor dem Betriebssystem, nämlich bei der Hardware-Erkennung. In dieser Situation ist es zwingend notwendig, zunächst alle physischen Verbindungen zu überprüfen, bevor softwareseitige Maßnahmen ergriffen werden.

Schritt 1. Der Computer wird vollständig ausgeschaltet und vom Stromnetz getrennt, um Schäden an der Hardware zu vermeiden.

Schritt 2. Das Gehäuse wird geöffnet und bei einer SATA-SSD werden sowohl das SATA-Datenkabel als auch das Stromkabel auf festen Sitz überprüft.

Schritt 3. Es wird empfohlen, testweise ein anderes SATA-Kabel sowie einen anderen SATA-Port auf dem Mainboard zu verwenden, um Kabel- oder Port-Defekte auszuschließen.

Schritt 4. Bei einer NVMe-SSD wird die SSD aus dem M.2-Steckplatz entfernt und anschließend korrekt in einem leichten Winkel erneut eingesetzt und verschraubt.

Schritt 5. Nach dem erneuten Einschalten wird das BIOS aufgerufen, um zu prüfen, ob die SSD nun unter den Speichergeräten angezeigt wird.

Lösung 2: Der Boot-Modus richtig einstellen

Eine sehr häufige Ursache dafür, dass eine SSD nicht als Boot-Laufwerk erkannt wird, ist ein nicht kompatibler Boot-Modus. Moderne Systeme unterscheiden strikt zwischen UEFI und Legacy beziehungsweise CSM, wobei jeder Modus nur mit bestimmten Partitionsstilen zusammenarbeitet.

Eine SSD mit GPT-Partitionsstil kann ausschließlich im UEFI-Modus booten, während eine SSD mit MBR-Partitionsstil einen Legacy-Modus benötigt. Stimmen diese Einstellungen nicht überein, wird die SSD zwar erkannt, aber nicht als startfähig angezeigt.

Schritt 1. Beim Einschalten des Computers wird das BIOS oder UEFI mit der Taste Entf, F2 oder einer herstellerspezifischen Taste geöffnet.

Schritt 2. Im BIOS wird das Menü „Boot“ oder „Boot Configuration“ aufgerufen.

Schritt 3. Der Boot-Modus wird auf UEFI gestellt, wenn die SSD im GPT-Format vorliegt.

Schritt 4. Falls der Legacy- oder CSM-Modus aktiviert ist, wird dieser deaktiviert, um Konflikte zu vermeiden.

Schritt 5. Die Änderungen werden gespeichert und der Computer wird neu gestartet.

Lösung 3: Der Partitionsstil der SSD ist nicht kompatibel

Auch wenn der Boot-Modus korrekt eingestellt ist, kann es vorkommen, dass der Partitionsstil der SSD nicht zur aktuellen Firmware-Konfiguration passt, insbesondere nach einem Klonvorgang oder einer Neuinstallation von Windows auf einem anderen System.

Schritt 1. Falls Windows noch startet, wird mit der Tastenkombination Windows + R das Ausführen-Fenster geöffnet und der Befehl diskmgmt.msc eingegeben.

Schritt 2. In der Datenträgerverwaltung wird mit der rechten Maustaste auf den betreffenden Datenträger geklickt und „Eigenschaften“ ausgewählt.

Schritt 3. Im Reiter „Volumes“ wird der Partitionsstil angezeigt und mit dem aktuell eingestellten Boot-Modus verglichen.

Schritt 4. Sollte eine Inkompatibilität vorliegen, wird entweder der Boot-Modus angepasst oder der Datenträger in den passenden Partitionsstil konvertiert.

Lösung 4: Die SSD ist nicht als primäres Boot-Laufwerk festgelegt

In vielen Fällen erkennt das BIOS die SSD korrekt, startet jedoch von einem anderen Laufwerk, weil die Boot-Reihenfolge nicht richtig konfiguriert wurde. Besonders nach einem BIOS-Reset wird häufig automatisch eine alte HDD oder ein USB-Gerät priorisiert.

Schritt 1. Das BIOS wird geöffnet und das Menü „Boot Priority“ oder „Boot Order“ aufgerufen.

Schritt 2. Als erste Boot-Option wird ausdrücklich „Windows Boot Manager“, der zur SSD gehört, ausgewählt.

Schritt 3. Andere Laufwerke wie HDDs oder USB-Geräte werden in der Boot-Reihenfolge nach unten verschoben.

Schritt 4. Die Einstellungen werden gespeichert und der Computer wird neu gestartet.

Lösung 5: Der Windows-Bootloader ist beschädigt oder fehlt

Wenn der Windows-Bootloader beschädigt ist oder nach einem Klonvorgang nicht korrekt übertragen wurde, kann das BIOS die SSD nicht als bootfähig erkennen, obwohl alle anderen Einstellungen korrekt sind.

Schritt 1. Der Computer wird von einem Windows-Installationsmedium gestartet.

Schritt 2. Im Setup-Menü werden die „Computerreparaturoptionen“ ausgewählt.

Schritt 3. Unter „Problembehandlung“ wird die automatische Starthilfe ausgeführt.

Schritt 4. Falls die Starthilfe nicht erfolgreich ist, wird die Eingabeaufforderung geöffnet und die bekannten bootrec-Befehle werden nacheinander ausgeführt.

Schritt 5. Nach Abschluss der Reparatur wird der Computer neu gestartet.

Lösung 6: Die SSD ist nach dem Klonen nicht bootfähig

Nach einem Systemklon tritt dieses Problem besonders häufig auf, da beim Klonen oft nicht alle systemrelevanten Partitionen korrekt übernommen werden.

Schritt 1. Es wird überprüft, ob beim Klonen neben der Windows-Partition auch die EFI-Systempartition, die MSR-Partition und die Recovery-Partition übertragen wurden.

Schritt 2. Nach dem Klonvorgang werden alle anderen Laufwerke vom Computer getrennt, sodass ausschließlich die neue SSD angeschlossen ist.

Schritt 3. Der Boot-Modus wird erneut überprüft und gegebenenfalls auf UEFI eingestellt.

Schritt 4. Der Computer wird neu gestartet und der Boot-Vorgang getestet.

Lösung 7: NVMe-SSD wird nicht als Boot-Laufwerk angezeigt

NVMe-SSDs erfordern zwingend den UEFI-Modus und werden von älteren BIOS-Versionen häufig nicht vollständig unterstützt, was dazu führt, dass sie nicht als Boot-Option erscheinen.

Schritt 1. Im BIOS wird der Boot-Modus auf reines UEFI gestellt und Legacy-Unterstützung deaktiviert.

Schritt 2. Die aktuell installierte BIOS-Version wird überprüft und bei Bedarf aktualisiert.

Schritt 3. Im Mainboard-Handbuch wird geprüft, ob der verwendete M.2-Steckplatz bootfähig ist.

Schritt 4. Nach den Anpassungen wird das System neu gestartet.

Bonus: Festplatte auf SSD klonen, um Startprobleme zu vermeiden

Zusätzlich zu den oben genannten Lösungen können Sie die beste Klonsoftware – AOMEI Cloner – verwenden, um Ihre Festplatte auf eine SSD zu klonen. Das Klonen der Festplatte auf eine SSD und das anschließende erfolgreiche Starten von der geklonten SSD sind nur wenige einfache Schritte entfernt.

★Die Vorteile von dieser professionellen Software zum Klonen von Festplatten:
Vielfältige Optionen: Die Festplattenklonfunktion überträgt alle Daten von einer Festplatte auf eine andere, während die Systemklonfunktion nur das Betriebssystem überträgt. Darüber hinaus können Sie mit der Partitionsklonfunktion auch einzelne Partitionen kopieren.
Intelligentes Klonen: Sie können eine größere Festplatte auf eine kleinere SSD klonen, sofern die Zielfestplatte über ausreichend Speicherkapazität verfügt, um die Daten der Quellfestplatte zu speichern.
Hohe Kompatibilität: Die Software unterstützt verschiedene Festplattentypen, darunter SATA-/IDE-/PCIe-Festplatten, M.2-Laufwerke, NVMe-SSDs usw.

Schritt 1. Schließen Sie die SSD an Ihren Computer an und stellen Sie sicher, dass sie erkannt wird. Laden Sie AOMEI Cloner kostenlos herunter, installieren Sie es und starten Sie es.

Kostenloser DownloadWindows 11/10/8/7/Server
Sicherer Download

Schritt 2. Klicken Sie auf „Klonen“ > „Festplattenklon“.

Schritt 3. Wählen Sie die HDD als Quellfestplatte aus.

Schritt 4. Wählen Sie die SSD als Zielfestplatte aus.

Schritt 5. Gehen Sie zur letzten Seite. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen „SSD ausrichten“, um die SSD-Leistung zu optimieren, und klicken Sie anschließend auf „Starten“.

Hinweis: Wenn Sie eine kleinere Festplatte auf eine größere klonen, klicken Sie auf „Partition bearbeiten“.

Fazit

Wenn das BIOS eine SSD nicht als Boot-Laufwerk erkennt, liegt die Ursache fast immer in falschen Einstellungen, einem beschädigten Bootloader oder einer unvollständigen Systemstruktur. Durch die oberen Lösungen lässt sich das Problem in den meisten Fällen zuverlässig beheben, ohne Windows neu installieren zu müssen. Zudem können Sie auch AOMEI Cloner verwenden, um diesen Fehler zu vermeiden.