Der Fehler „Das Gerät kann nicht gestartet werden (Code 10)“ gehört zu den häufigsten Problemen im Windows-Geräte-Manager. Meist steckt ein Treiberkonflikt oder ein Initialisierungsfehler dahinter. Dieser umfassende Ratgeber erklärt verständlich die Ursachen des Code-10-Fehlers und zeigt Schritt für Schritt, wie Sie betroffene USB-Geräte, Netzwerkkarten oder andere Hardware unter Windows 10 und Windows 11 wieder funktionsfähig machen.
Bevor Sie mit der Fehlerbehebung beginnen, ist es wichtig zu verstehen, was diese Meldung technisch bedeutet. Der Geräte-Manager von Windows zeigt den Fehlercode 10 an, wenn ein Gerät zwar erkannt wurde, der zugehörige Treiber jedoch nicht korrekt initialisiert werden konnte.
Das bedeutet konkret: Windows kommuniziert mit der Hardware, kann sie jedoch nicht ordnungsgemäß starten. Ursache ist in den meisten Fällen ein fehlerhafter, veralteter oder inkompatibler Treiber. Seltener liegt ein Defekt der Hardware selbst vor.
In diesem ausführlichen Abschnitt erfahren Sie, und wie Sie das Problem unter Windows 10 und Windows 11 zuverlässig lösen.
In vielen Fällen handelt es sich lediglich um ein temporäres Initialisierungsproblem. Ein einfacher Neustart kann daher bereits helfen.
Schritt 1: Trennen Sie das betroffene Gerät vollständig vom Computer und warten Sie mindestens 30 Sekunden.
Schritt 2: Starten Sie Ihren Computer vollständig neu und melden Sie sich erneut an.
Schritt 3: Verbinden Sie das Gerät wieder mit einem anderen USB-Port, falls verfügbar.
Wenn der Fehler weiterhin erscheint, fahren Sie mit der nächsten Lösung fort.
Ein veralteter oder inkompatibler Treiber ist die häufigste Ursache für Code 10. Deshalb sollte die Treiberaktualisierung immer der nächste Schritt sein.
Schritt 1: Drücken Sie die Tastenkombination Windows + X und öffnen Sie Geräte-Manager.
Schritt 2: Suchen Sie das Gerät mit dem gelben Warnsymbol und klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf.
Schritt 3: Wählen Sie „Treiber aktualisieren“ und anschließend „Automatisch nach Treibern suchen“.
Schritt 4: Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm und starten Sie den PC neu.
Wenn Windows keinen passenden Treiber findet, empfiehlt es sich, die offizielle Website des Geräteherstellers aufzurufen und dort die neueste Version herunterzuladen.
Wenn die Aktualisierung nicht hilft, kann eine vollständige Neuinstallation des Treibers erforderlich sein. Dadurch werden beschädigte Treiberdateien entfernt.
Schritt 1: Öffnen Sie den Geräte-Manager und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das betroffene Gerät.
Schritt 2: Wählen Sie „Gerät deinstallieren“ und bestätigen Sie die Abfrage.
Schritt 3: Starten Sie den Computer neu, damit Windows den Treiber automatisch neu installiert.
Nach dem Neustart sollte Windows versuchen, den passenden Standardtreiber erneut zu laden.
Wenn der Fehler bei einem USB-Gerät auftritt, kann auch der USB-Controller selbst betroffen sein. In diesem Fall hilft eine Neuinstallation der USB-Treiber.
Schritt 1: Öffnen Sie den Geräte-Manager und erweitern Sie den Abschnitt „USB-Controller“.
Schritt 2: Deinstallieren Sie nacheinander alle Einträge unter diesem Abschnitt.
Schritt 3: Starten Sie den Computer neu, damit Windows die USB-Controller automatisch neu erkennt.
Diese Methode behebt häufig hartnäckige USB-Probleme.
Windows schaltet USB-Geräte aus Energiespargründen teilweise ab. In bestimmten Fällen kann dies zu Code 10 führen.
Schritt 1: Öffnen Sie den Geräte-Manager und doppelklicken Sie auf das betroffene USB-Gerät.
Schritt 2: Wechseln Sie zum Tab „Energieverwaltung“.
Schritt 3: Entfernen Sie das Häkchen bei „Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen“.
Schritt 4: Bestätigen Sie mit „OK“ und starten Sie den PC neu.
Ein nicht vollständig installiertes Systemupdate kann Treiberkonflikte verursachen. Daher sollten Sie prüfen, ob Updates verfügbar sind.
Schritt 1: Öffnen Sie die Einstellungen über Windows + I.
Schritt 2: Klicken Sie auf „Windows Update“.
Schritt 3: Wählen Sie „Nach Updates suchen“ und installieren Sie alle verfügbaren Updates.
Nach Abschluss der Installation ist ein Neustart erforderlich.
In seltenen Fällen verhindert eine BIOS- oder UEFI-Einstellung das Starten bestimmter Hardwarekomponenten. Besonders bei Netzwerkkarten oder Onboard-Geräten kann dies relevant sein.
Schritt 1: Starten Sie den Computer neu und drücken Sie während des Startvorgangs die BIOS-Taste (meist Entf, F2 oder F10).
Schritt 2: Suchen Sie im Menü nach Einträgen wie „Onboard Devices“ oder „Integrated Peripherals“.
Schritt 3: Stellen Sie sicher, dass das betroffene Gerät aktiviert ist.
Schritt 4: Speichern Sie die Änderungen und starten Sie das System neu.
Wenn keine Softwarelösung hilft, kann ein physischer Defekt vorliegen. In diesem Fall sollten Sie folgende Tests durchführen:
Schritt 1: Testen Sie das Gerät an einem anderen Computer.
Schritt 2: Verwenden Sie ein anderes Kabel oder einen anderen Anschluss.
Schritt 3: Prüfen Sie, ob das Gerät ungewöhnliche Geräusche oder Ausfälle zeigt.
Wenn das Gerät auch an einem anderen PC nicht funktioniert, liegt wahrscheinlich ein Hardwaredefekt vor.
Wenn der Fehler „Das Gerät kann nicht gestartet werden (Code 10)“ trotz Treiberaktualisierung und Systemprüfung weiterhin auftritt, sollte auch die Festplatte selbst als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden. Insbesondere bei älteren HDDs oder SSDs mit beginnenden Sektorenfehlern kann es passieren, dass Systemdateien oder Treiberbereiche beschädigt werden und Geräte deshalb nicht korrekt initialisiert werden.
In solchen Fällen ist es oft sinnvoller, die alte Festplatte auf eine neue, größere und technisch aktuelle Festplatte zu klonen, anstatt weiterhin Reparaturversuche auf instabiler Hardware durchzuführen. Hierfür eignet sich die Software AOMEI Cloner, da sie eine 1:1-Systemmigration ermöglicht, ohne Windows neu installieren zu müssen.
Schritt 1: Installieren und starten Sie AOMEI Cloner auf Ihrem Computer.
Schritt 2: Wählen Sie im Hauptmenü die Option „Festplattenklon“.
Schritt 3: Wählen Sie die alte, möglicherweise fehlerhafte Festplatte als Quelllaufwerk aus und bestätigen Sie Ihre Auswahl.
Schritt 4: Wählen Sie anschließend die neue, größere Festplatte als Ziellaufwerk aus.
Schritt 5: Aktivieren Sie bei Bedarf die Option „SSD ausrichten“, wenn es sich um eine SSD handelt. Starten Sie den Klonvorgang und warten Sie, bis der Prozess vollständig abgeschlossen ist, ohne den Computer auszuschalten.
Bauen Sie nach erfolgreichem Klonen die alte Festplatte aus oder ändern Sie im BIOS die Bootreihenfolge, sodass von der neuen Festplatte gestartet wird.
Wenn die Meldung „Das Gerät kann nicht gestartet werden (Code 10)“ erscheint, handelt es sich meist um ein Treiber- oder Konfigurationsproblem. Durch systematisches Vorgehen – von der einfachen Neuverbindung über die Treiberaktualisierung bis hin zur BIOS-Prüfung – lässt sich der Fehler in den meisten Fällen vollständig beheben. Sollte der Fehler durch beschädigte Festplattenbereiche oder andere physische Hardwareprobleme verursacht werden, kann das Klonen mit AOMEI Cloner eine effektive und sichere Lösung sein.
Indem Sie die oben beschriebenen Schritte sorgfältig durchführen, können Sie Ihr Gerät wieder funktionsfähig machen und zukünftige Konflikte vermeiden.