Virtuelle Maschine aufsetzen: Anleitung für Windows 10 & 11

Sie möchten eine virtuelle Maschine aufsetzen, um Software sicher zu testen? Dieser Guide zeigt Ihnen den stressfreien Weg, wie Sie virtuelle Maschine erstellen und verwalten.

Hannah

Von Hannah Aktualisiert am 23.06.2026

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Den richtigen Hypervisor für Ihre Bedürfnisse auswählen

Bevor Sie eine virtuelle Maschine aufsetzen, sollten Sie sich für die passende Virtualisierungssoftware entscheiden. Für die meisten Windows-Nutzer kommen drei Lösungen infrage: Hyper-V, VirtualBox und VMware Workstation.

Lösung Geeignet für Vorteile Nachteile
Hyper-V Windows-Pro-Nutzer, Unternehmen In Windows integriert, gute Performance, geringer Verwaltungsaufwand Nicht offiziell in Windows Home verfügbar
VirtualBox Einsteiger, Linux-Tests, private Nutzung Kostenlos, plattformübergreifend, flexibel Teilweise geringere Leistung als Hyper-V
VMware Workstation Player Softwaretests, Lernumgebungen Sehr stabil, einfache Bedienung Private Nutzung kostenlos, kommerzielle Nutzung eingeschränkt
VMware Workstation Pro Entwickler, IT-Profis Erweiterte Netzwerk- und Snapshot-Funktionen Für Unternehmen lizenzpflichtig

Bevor Sie jedoch loslegen, steht ein Hardware-Check an: Ihr Hauptprozessor muss zwingend Hardware-Virtualisierung unterstützen (Intel VT-x oder AMD-V). Ob das aktiv ist, sehen Sie im Windows Task-Manager unter „Leistung“ -> „CPU“. Falls dort „Virtualisierung: Deaktiviert“ steht, müssen Sie diese im BIOS/UEFI aktivieren:

1. Starten Sie den PC neu und drücken Sie mehrmals Entf, F2 oder F10, um das BIOS zu öffnen.

2. Navigieren Sie mit den Pfeiltasten zum Menü „Advanced“, „Configuration“ oder „Security“.

3. Suchen Sie nach Einträgen wie Intel Virtualization Technology, VT-x, AMD-V oder SVM Mode und stellen Sie diesen auf Enabled.

4. Speichern und schließen Sie das BIOS mit F10.

Sollten Sie Windows Home nutzen und dennoch zwingend Hyper-V benötigen, lässt sich dies über ein simples, selbstgeschriebenes Batch-Skript (das die Hyper-V-Pakete online über DISM nachinstalliert) freischalten – alternativ weichen Sie einfach direkt auf das unkomplizierte VirtualBox aus.

Wie kann man virtuelle Maschine aufsetzen?

Nachdem Sie sich für einen Hypervisor entschieden und die Hardware-Virtualisierung aktiviert haben, können Sie die eigentliche Virtualisierungsumgebung einrichten. Für Windows-Nutzer ist Hyper-V in den meisten Fällen die direkteste und praktischste Lösung, da sie bereits in Windows Pro, Enterprise und Education integriert ist und keine zusätzliche Softwareinstallation erfordert.

Hyper-V unter Windows aktivieren

Bevor Sie eine virtuelle Maschine aufsetzen, müssen Sie Hyper-V einschalten:

1. Öffnen Sie die Windows-Suche. Geben Sie „Windows-Features aktivieren oder deaktivieren“ ein.

2. Aktivieren Sie folgende Einträge:

  • Hyper-V
  • Hyper-V-Verwaltungstools
  • Hyper-V-Plattform

Aktivierung über die Systemsteuerung

3.Klicken Sie auf OK. Starten Sie Ihren Computer neu.

Nach dem Neustart können Sie über das Startmenü den Hyper-V-Manager öffnen und neue virtuelle Maschinen erstellen.

Virtuellen Switch konfigurieren

Damit die virtuelle Maschine später auf das Netzwerk und Internet zugreifen kann, sollten Sie zunächst einen virtuellen Switch anlegen:

1. Öffnen Sie den Hyper-V-Manager.

2. Klicken Sie rechts auf Manager für virtuelle Switches.

Manager für virtuelle Schalter

3. Wählen Sie Externer virtueller Switch.

4. Klicken Sie auf Virtuellen Switch erstellen.

5. Wählen Sie den aktiven Netzwerkadapter Ihres PCs aus.

6. Speichern Sie die Einstellungen mit OK.

Diese einmalige Konfiguration sorgt dafür, dass zukünftige virtuelle Maschinen direkt auf das Netzwerk zugreifen können.

Wichtiger Hinweis für Windows Home-Nutzer:

Sollten Sie die Windows Home Edition nutzen, wird Hyper-V standardmäßig nicht unterstützt. Obwohl es fortgeschrittene Workarounds via Batch-Skript gibt, raten Experten im Alltag für Heimanwender davon ab.

Für Windows-Home-Nutzer empfiehlt sich stattdessen der Griff zu bewährten Drittanbieter-Tools wie Oracle VirtualBox oder VMware Workstation Player. Diese Programme lassen sich wie gewohnt über einen einfachen Installer einrichten und bieten eine grafische Oberfläche, die Ihnen den gesamten Prozess ohne Systemeingriffe abnimmt.

Eine neuen virtuellen Maschine erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Nachdem die Virtualisierungssoftware installiert und konfiguriert wurde, können Sie Ihre erste virtuelle Maschine erstellen. Obwohl sich die Benutzeroberflächen von Hyper-V, VirtualBox und VMware Workstation leicht unterscheiden, folgen alle Programme demselben Grundprinzip.

Schritt 1: Name und Betriebssystem auswählen

Klicken Sie auf „Neue virtuelle Maschine erstellen“ und vergeben Sie einen aussagekräftigen Namen, beispielsweise:

  • Windows 11 Testsystem
  • Bürosoftware VM

Anschließend wählen Sie das gewünschte Gastbetriebssystem aus. Die richtige Auswahl sorgt dafür, dass die Virtualisierungssoftware optimale Standardwerte verwendet.

Schritt 2: CPU und Arbeitsspeicher festlegen

Die Leistung einer VM hängt maßgeblich von der zugewiesenen Hardware ab. Folgende Werte haben sich in der Praxis bewährt:

Einsatzbereich CPU-Kerne Arbeitsspeicher
Office, Browser, Schulungen 2 Kerne 4 GB RAM
Windows 11 Standardnutzung 2–4 Kerne 8 GB RAM
Softwaretests 4 Kerne 8 GB RAM
Entwicklung, Datenbanken 4–8 Kerne 8–16 GB RAM
Mehrere Anwendungen gleichzeitig 6–8 Kerne 16 GB RAM oder mehr
❌ Warnung:

Vergeben Sie jedoch niemals den gesamten Arbeitsspeicher Ihres Computers an die VM. Das Host-System sollte jederzeit ausreichend Reserven behalten.

Schritt 3: Virtuelle Festplatte erstellen

Nun legen Sie den virtuellen Datenträger an.

Dynamisch alloziert

  • Belegt zunächst wenig Speicherplatz
  • Wächst automatisch bei Bedarf
  • Ideal für die meisten Heimanwender

Feste Größe

  • Reserviert den gesamten Speicher sofort
  • Etwas bessere Leistung
  • Sinnvoll für Entwicklungs- und Testserver

Für die meisten Nutzer ist eine dynamisch wachsende Festplatte die praktischere Wahl.

Schritt 4: Dateiformat auswählen

Je nach Virtualisierungssoftware stehen unterschiedliche Formate zur Verfügung:

Software Format
Hyper-V VHDX
VirtualBox VDI
VMware Workstation VMDK

Falls verfügbar, sollten Sie stets das native Format der jeweiligen Plattform verwenden, um die beste Kompatibilität und Leistung zu erhalten.

Schritt 5: ISO-Datei einbinden

Wählen Sie anschließend die Installations-ISO Ihres Betriebssystems aus, beispielsweise eine Windows-11- oder Ubuntu-ISO.

Die Datei wird als virtuelles DVD-Laufwerk eingebunden und dient als Installationsmedium für die virtuelle Maschine.

Schritt 6: Boot-Reihenfolge prüfen

Vor dem ersten Start sollten Sie die Boot-Einstellungen kontrollieren.

Die Reihenfolge sollte wie folgt aussehen:

  1. Virtuelles DVD-Laufwerk (ISO-Datei)
  2. Virtuelle Festplatte
  3. Netzwerkstart (optional)

Dadurch startet die VM zunächst vom Installationsmedium und beginnt automatisch mit der Betriebssysteminstallation.

Nach Abschluss dieser Schritte können Sie die virtuelle Maschine starten und das gewünschte Betriebssystem wie auf einem physischen Computer installieren.

Alternative: Virtuelle Maschine mit AOMEI Partition Assistant aufsetzen

Die klassische Einrichtung einer virtuellen Maschine über Hyper-V, VirtualBox oder VMware ist zwar leistungsstark, erfordert jedoch mehrere Vorbereitungsschritte. Neben der Installation beziehungsweise Aktivierung der Virtualisierungsplattform müssen Anwender häufig virtuelle Switches konfigurieren, Speicherressourcen festlegen und virtuelle Festplatten manuell anlegen.

Wenn Ihnen dieser Prozess zu aufwendig erscheint, bietet AOMEI Partition Assistant ab Version 10.11 eine deutlich einfachere Lösung. Mit der integrierten Funktion „VM erstellen“ können Sie eine virtuelle Maschine über einen geführten Assistenten erstellen, ohne sämtliche Hyper-V-Einstellungen manuell vornehmen zu müssen.

Warum die VM-erstellen-Funktion sinnvoll ist

Besonders für Einsteiger und Büroanwender bietet diese Methode mehrere Vorteile:

  • Automatische Erkennung der Hyper-V-Umgebung
  • Vereinfachte Konfiguration über eine grafische Oberfläche
  • Kein manuelles Anlegen virtueller Festplatten erforderlich
  • Schnelle Bereitstellung neuer Testumgebungen
  • Geeignet für Windows 11/10/8/8.1/7

Dadurch lässt sich eine virtuelle Maschine deutlich schneller aufsetzen als über die herkömmliche Hyper-V-Verwaltung.

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Schritt-für-Schritt: VM mit AOMEI Partition Assistant erstellen

Schritt 1: VM-Manager öffnen

Starten Sie AOMEI Partition Assistant und klicken Sie auf „VM-Manager“. Wählen Sie anschließend die Option „VM erstellen“.

VM Manager

Schritt 2: Hyper-V-Prüfung durchführen

Das Programm überprüft automatisch, ob Hyper-V auf dem Computer verfügbar und aktiviert ist.

  • Ist Hyper-V bereits eingerichtet, können Sie direkt fortfahren.
  • Falls Hyper-V noch nicht aktiviert wurde, erhalten Sie entsprechende Hinweise zur Einrichtung.

Hyper-V-Dienst installieren

Schritt 3: Installationsmedium auswählen

Wählen Sie die ISO-Datei des Betriebssystems aus, das Sie installieren möchten, beispielsweise:

  • Windows 11
  • Windows 10
  • Windows Server

Windows-11-ISO-Datei wählen

Schritt 4: VM konfigurieren

Geben Sie nun die wichtigsten Parameter der virtuellen Maschine an:

  • Name der virtuellen Maschine
  • Speicherort der VM
  • Arbeitsspeicher (empfohlen: mindestens 8 GB)
  • Größe der virtuellen Festplatte (VHDX)

Windows 11 virtuelle Maschine erstellen

Schritt 5: Virtuelle Maschine erstellen

Klicken Sie auf „Weiter“. AOMEI Partition Assistant übernimmt die restliche Konfiguration automatisch und erstellt die benötigten Dateien für die neue VM.

Hyper-V-VM wird erstellt

Nach wenigen Minuten können Sie die virtuelle Maschine starten und mit der Installation des Betriebssystems beginnen.

Windows 11 virtuelle Maschine verwalten

FAQ: Virtuelle Maschine aufsetzen und nutzen

Wie richte ich eine virtuelle Maschine auf meinem Windows 10- oder 11-PC ein?
 
Um eine virtuelle Maschine auf Ihrem Windows 10 oder 11 PC einzurichten, benötigen Sie zunächst eine Virtualisierungssoftware wie Hyper-V, VirtualBox oder VMware Workstation. Aktivieren Sie die Hardware-Virtualisierung (Intel VT-x oder AMD-V), erstellen Sie anschließend eine neue VM, weisen Sie CPU, RAM und Speicherplatz zu und binden Sie eine ISO-Datei des gewünschten Betriebssystems ein. Danach können Sie die Installation wie auf einem normalen Computer durchführen.
Ist es legal, eine virtuelle Maschine für den persönlichen Gebrauch und zum Testen von Software zu betreiben?
 
Ja, die Nutzung einer virtuellen Maschine für den persönlichen Gebrauch und Softwaretests ist grundsätzlich legal. Entscheidend ist, dass Sie die Lizenzbedingungen des installierten Betriebssystems und der verwendeten Software einhalten. Für Windows-Gastsysteme ist in den meisten Fällen eine gültige Lizenz erforderlich.
Was sind die wichtigsten Vorteile und Sicherheitsaspekte der Verwendung einer virtuellen Maschine?
 
Die wichtigsten Vorteile und Sicherheitsvorteile einer virtuellen Maschine liegen in der Isolation vom Hauptsystem. Sie können neue Programme testen, unbekannte Dateien öffnen oder verschiedene Betriebssysteme nutzen, ohne Ihr eigentlichen Windows-System zu gefährden. Darüber hinaus lassen sich virtuelle Maschinen einfach sichern, klonen oder bei Problemen auf einen früheren Zustand zurücksetzen. Dadurch eignen sie sich ideal für Tests, Schulungen und sichere Arbeitsumgebungen.

Fazit

Eine virtuelle Maschine aufzusetzen ist heute für nahezu jeden Windows-Nutzer möglich. Mit Hyper-V, VirtualBox oder VMware Workstation lassen sich sichere Testumgebungen erstellen, oder mehrere Betriebssysteme parallel nutzen, ohne das Hauptsystem zu verändern. Entscheidend sind die richtige Softwarewahl, eine sinnvolle Ressourcenzuweisung und die passende Konfiguration der virtuellen Festplatte.

Wenn Ihnen die manuelle Einrichtung über Hyper-V oder andere Virtualisierungslösungen zu aufwendig erscheint, bietet AOMEI Partition Assistant mit der Funktion „VM erstellen“ einen deutlich einfacheren Weg. Der integrierte Assistent automatisiert viele Vorbereitungsschritte und ermöglicht es auch Einsteigern, schnell eine virtuelle Maschine für Arbeit, Tests oder Schulungen bereitzustellen. So können Sie die Vorteile der Virtualisierung nutzen, ohne sich intensiv mit komplexen Einstellungen beschäftigen zu müssen.

Hannah
Hannah · Redakteur
Redakteurin von AOMEI Technology. Sie hilft Menschen gerne bei der Lösung von Problemen im Zusammenhang mit Systemsicherung, Wiederherstelleung, Festplatten- und Partitionsverwaltung.
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