Prüfen Sie Ihre SSD mit SMART, Lesetest und CHKDSK. Die Anleitung zeigt, wie Sie Fehler erkennen, Ergebnisse bewerten und rechtzeitig über einen Austausch entscheiden.
Wenn Sie Ihre SSD auf fehlerhafte Sektoren prüfen möchten, kombinieren Sie Gesundheitsdaten, einen gezielten Lesetest und bei Bedarf eine Dateisystemprüfung. Kein einzelnes Ergebnis beantwortet alle Fragen. Sichern Sie wichtige Dateien zuerst: Eine Prüfung erkennt Probleme, repariert aber keine verschlissenen NAND-Zellen.
Unter Windows 11 und 10 können Sie SMART-Daten auslesen und mit der AOMEI Partitionssoftware nach nicht lesbaren Bereichen suchen. CHKDSK untersucht dagegen vor allem das Dateisystem.
Eine SSD besitzt keine Magnetscheiben. Windows spricht logische Adressen an; der Controller ordnet sie intern dem Flash-Speicher zu. Eine Blockkarte im Prüfprogramm ist deshalb keine Landkarte einzelner Speicherchips. Auch „Oberflächentest“ bezeichnet bei SSDs eine logische Zugriffsprüfung, keine mechanische Oberfläche.
Unterscheiden Sie drei Ebenen, bevor Sie eine Reparatur starten:
| Prüfung | Was sie zeigt | Was sie nicht beweist |
|---|---|---|
| SMART beziehungsweise NVMe-Gesundheitsdaten | Vom Controller gemeldete Zustände, Verschleiß und Fehlerzähler. | Ein guter Gesamtstatus garantiert keine Fehlerfreiheit. |
| Lesender Sektor- oder Oberflächentest | Ob die geprüften logischen Bereiche aktuell lesbar sind. | Er erreicht nicht sämtliche internen Reserveblöcke. |
| Dateisystemprüfung | Probleme mit Dateizuordnung und Metadaten. | Sie ersetzt keine Hardwarediagnose. |
Ein Festplatten-Testprogramm sollte daher passend zur Fragestellung gewählt werden. Ein kurzer Geschwindigkeitstest ist kein vollständiger Lesetest.
Kopieren Sie unersetzliche Dateien zuerst auf einen anderen Datenträger und öffnen Sie einige Kopien zur Kontrolle. Notieren Sie SSD-Modell, Anschluss und betroffene Dateien. Bei SATA können zusätzlich Datenkabel und Stromversorgung, bei externen SSDs auch USB-Kabel oder Gehäuse Probleme verursachen.
Die folgenden Prüfschritte sind für ein noch stabil erreichbares Laufwerk gedacht. Installieren Sie zusätzliche Programme möglichst auf einem gesunden Datenträger, wenn die betroffene SSD bereits auffällig ist. Beginnen Sie nicht mit Formatieren, Secure Erase oder Schreibtests.
Öffnen Sie ein geeignetes Gesundheitsprogramm, beispielsweise CrystalDiskInfo, und wählen Sie das Laufwerk anhand von Modell und Kapazität aus. Speichern Sie die vollständigen Werte statt nur einer Anzeige wie „Gut“ oder „Vorsicht“.
Ein Herstellerwerkzeug wie Samsung Magician kann ergänzende Diagnosen bieten. Prüfen Sie die Unterstützung Ihres konkreten Modells und Testmodus. Falls ein USB-Gehäuse Gesundheitsinformationen nicht durchreicht, bedeutet eine fehlende Anzeige nicht, dass die SSD gesund ist.
Sie möchten herausfinden, ob Ihre SSD Lesefehler aufweist, ohne zunächst Befehle eingeben zu müssen? Die AOMEI Partitionssoftware bietet eine grafische Oberfläche, in der Sie Ihre Laufwerke auswählen und einzelne Partitionen oder den gesamten Datenträger auf nicht lesbare Bereiche prüfen können.
Der praktische Vorteil: Sie wählen das Laufwerk direkt in der Datenträgerübersicht aus und starten die gewünschte Prüfung über das Menü. Gerade bei mehreren SSDs und Partitionen erleichtert diese Übersicht die Zuordnung. Prüfen Sie trotzdem Modell, Kapazität und Laufwerksbuchstaben, bevor Sie den Test starten.
Wichtig: Ein Lesetest erkennt nicht lesbare Bereiche, repariert aber keine beschädigten NAND-Zellen. Sichern Sie wichtige Daten vorher und bewerten Sie das Ergebnis zusammen mit SMART-Werten und der Herstellerdiagnose.
Eine kostenlose und zuverlässige Festplattenpartitionssoftware, mit der Sie Partitionen in ihrer Größe anpassen, Betriebssysteme migrieren, Festplatten konvertieren und Ihren PC effizient optimieren können.
Schritt 1: Betroffene Partition auswählen
Starten Sie das Programm und identifizieren Sie die SSD anhand von Modell, Kapazität und Partitionsübersicht. Rechtsklicken Sie auf die gewünschte Partition und wählen Sie „Partition überprüfen“. Die Beschriftungen können je nach Version abweichen.
Schritt 2: Sektorprüfung statt Reparatur auswählen
Wählen Sie die Option zur Prüfung auf defekte Sektoren und bestätigen Sie mit „OK“. Die Optionen für Dateisystemprüfung und Fehlerbehebung haben einen anderen Zweck. Kontrollieren Sie die Auswahl, bevor Sie fortfahren.
Schritt 3: Lesetest starten und Ergebnis festhalten
Klicken Sie auf „Starten“. Prüfen Sie anschließend die Legende, den untersuchten Bereich und gemeldete Fehler. Eine angebotene Schnellprüfung kann Stichproben verwenden; ihr Ergebnis ist nicht mit einem vollständigen Durchlauf gleichzusetzen. Speichern Sie die Anzeige für spätere Vergleiche.
Optional: Gesamte SSD statt einzelner Partition prüfen
Wenn Sie nicht wissen, welche Partition betroffen ist, wählen Sie den Datenträger und „Oberfläche testen“. Ein zusätzlicher Volltest ist nicht nötig, wenn die Ursache bereits feststeht.
Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator. Für eine Online-Prüfung eines NTFS-Volumes verwenden Sie beispielsweise:
Nach gesicherter Diagnose und Sicherung kann /f logische Fehler korrigieren:
Kann Windows das Volume nicht sperren, wird ein Neustart angeboten. Folgen Sie der Abfrage. Eine zusätzliche Suche nach nicht lesbaren Bereichen mit /r ist gezielt möglich, aber keine reine Diagnose: /r schließt /f ein.
Ersetzen Sie C: durch das tatsächlich betroffene Volume. Planen Sie längere Laufzeiten ein. Wiederholte /r-Durchläufe sind keine sinnvolle Routinepflege. Details erklärt die CHKDSK-Dokumentation von Microsoft.
Die Abbildung zeigt /f für G:, keinen vollständigen Sektorscan. Weitere Windows-Diagnosen finden Sie unter Windows 11 auf Fehler überprüfen.
Ein grüner Lesetest besagt, dass im getesteten Bereich zu diesem Zeitpunkt keine entsprechenden Fehler gemeldet wurden. Er widerlegt weder frühere Ausfälle noch steigende interne Fehlerzähler. Umgekehrt kann ein Zugriffsfehler auch außerhalb des Flash-Speichers entstehen.
| Ergebnis | Empfohlene Reaktion |
|---|---|
| Lesetest und Gesundheitsdaten unauffällig | Bei fortbestehenden Symptomen Anschluss, Treiber und betroffene Anwendung prüfen. |
| Dateisystemfehler ohne erkennbare Hardwarewarnung | Nach Sicherung gezielt reparieren und beobachten, ob Fehler wiederkehren. |
| Wiederholte nicht lesbare Bereiche oder steigende Medienfehler | Daten priorisieren, Herstellerdiagnose dokumentieren und Ersatz planen. |
| Abbrüche, Nichterkennung oder wichtige Dateien nicht kopierbar | Weitere Belastung vermeiden und den passenden Datenrettungsweg klären. |
Ein Beispiel: CHKDSK findet keine Dateisystemfehler, aber dieselbe Videodatei lässt sich wiederholt nicht kopieren. „Keine Fehler gefunden“ beantwortet dann nicht die Frage nach ihrer Lesbarkeit. Dokumentieren Sie Datei, Zeitpunkt und vollständige Fehlermeldung, statt nur einen anderen Scan zu starten.
Versuchen Sie nicht, angeblich defekte Bereiche durch neue Partitionen dauerhaft auszugrenzen. Durch die interne Zuordnung der SSD lässt sich daraus keine verlässliche Reparatur ableiten. Auch Formatieren macht verschlissenen Flash nicht wieder gesund.
Software kann Dateisystemfehler korrigieren oder Zugriffsprobleme anzeigen. Physisch verschlissene NAND-Zellen werden dadurch nicht repariert. Interne Ersatzzuordnungen verwaltet der SSD-Controller.
Nein. Berücksichtigen Sie Einzelwerte, Fehlertrends und tatsächliche Symptome. Auch die geschätzte SSD-Lebensdauer ist keine Garantie für fehlerfreies Lesen.
Kapazität, Anschluss, Testumfang und Lesewiederholungen bestimmen die Dauer. Eine pauschale Zeitangabe wäre unzuverlässig. Kontrollieren Sie, ob tatsächlich ein Volltest oder nur eine Schnellprüfung durchgeführt wurde.
Ein Lesetest ist möglich, wenn Windows das Laufwerk zuverlässig erkennt. Gesundheitsdaten hängen zusätzlich von der Unterstützung durch Gehäuse und USB-Brücke ab. Prüfen Sie bei Abbrüchen auch Kabel und Stromversorgung.
Der hier beschriebene Lesetest ist nicht zum Löschen gedacht. Verwechseln Sie ihn nicht mit Schreibtests, Formatieren oder Secure Erase. Bei einem ausfallenden Laufwerk ersetzt das trotzdem keine Sicherung.
Bei einer stabil lesbaren SSD kann ein geplanter Umzug sinnvoll sein. Wiederholte Lesefehler verlangen dagegen ein geeignetes Rettungsverfahren; ein gewöhnlicher Klon garantiert keine vollständige Datenübernahme.
Laden Sie die AOMEI Partitionssoftware herunter, wenn Sie nach der Sicherung einen sichtbaren Lesetest durchführen möchten. Bewerten Sie das Ergebnis zusammen mit Gesundheitsdaten und Symptomen. Für den Umzug von einer stabil lesbaren SSD hilft anschließend die Anleitung zum SSD-Klonen.
AOMEI Partitionssoftware
Prüfen Sie Ihre SSD auf nicht lesbare Bereiche und grenzen Sie mögliche Laufwerksprobleme ein.
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