C: voll, eine neue SSD bereit – aber der Verschieben-Button fehlt? So übertragen Sie unter Windows 11 geeignete Programme und Spiele, vermeiden unnötige Neuinstallationen und prüfen, ob nach dem Umzug alles funktioniert.
Sie möchten unter Windows 11 Programme auf eine andere Festplatte verschieben, weil C: voll ist oder eine neue SSD mehr Platz bietet? Prüfen Sie zuerst „Einstellungen“ > „Apps“ > „Installierte Apps“. Unterstützte Anwendungen besitzen dort die Option „Verschieben“. Fehlt sie, kommen eine geeignete App-Migration, die Speicherverwaltung des Spiele-Launchers oder eine Neuinstallation am gewünschten Ort infrage.
Für erkannte, unterstützte Installationen bietet die AOMEI Partitionssoftware den App Mover. Damit wählen Sie Programme und Ziellaufwerk gemeinsam aus. Verschieben Sie installierte Programmordner dagegen nicht einfach im Explorer: Dienste, Verknüpfungen und gespeicherte Pfade können weiterhin auf den alten Installationsort zeigen.
Die passende Methode hängt vom Programmtyp ab. Auch eine Installation aus dem Microsoft Store garantiert nicht, dass Windows eine Verschiebefunktion anbietet.
| Programmtyp | Passender Weg | Wichtige Voraussetzung |
|---|---|---|
| App mit verfügbarer Option „Verschieben“ | Windows-Einstellungen | Windows muss das gewünschte Ziellaufwerk anbieten |
| Erkannte, unterstützte Desktop-Anwendung | App Mover | Kompatibilität und passende Lizenz prüfen |
| Steam-Spiel oder Spiel mit eigener Speicherverwaltung | Funktion des jeweiligen Launchers | Zielbibliothek beziehungsweise Installationslaufwerk einrichten |
| Nicht unterstützte oder tief integrierte Anwendung | Herstellerverfahren oder Neuinstallation | Das Setup muss einen anderen Installationspfad erlauben |
Eine ausdrücklich portable Anwendung können Sie nach Herstellerangaben meist als Ordner übertragen. Eine regulär installierte Anwendung wird durch das Verschieben ihrer Dateien jedoch nicht automatisch portabel.
Kontrollieren Sie, ob die neue Festplatte oder SSD im Explorer erreichbar ist. Für täglich verwendete Programme eignet sich ein dauerhaft verfügbares Laufwerk. Eine externe Festplatte muss beim Start und während der Nutzung der ausgelagerten Anwendungen angeschlossen bleiben.
Eine neue SSD muss gegebenenfalls erst eingerichtet werden. Beachten Sie dafür die Anleitung zum Einrichten einer SSD unter Windows 11. Formatieren Sie kein Laufwerk, auf dem noch benötigte Daten liegen.
Dieser Weg benötigt keine zusätzliche Migrationssoftware. Er funktioniert ausschließlich bei Anwendungen, für die Windows die entsprechende Option bereitstellt.
Schritt 1: Installierte Apps öffnen
Drücken Sie „Windows + I“ und wechseln Sie zu „Apps“ > „Installierte Apps“. Suchen Sie die gewünschte Anwendung. Über die Sortierung nach Größe können Sie größere Installationen leichter finden.
Schritt 2: Verschiebefunktion auswählen
Öffnen Sie das Drei-Punkte-Menü neben dem Eintrag und wählen Sie „Verschieben“, sofern diese Option verfügbar ist.
Beispielansicht einer früheren Windows-11-Oberfläche. In aktuellen Versionen heißt die Übersicht „Installierte Apps“.
Schritt 3: Ziellaufwerk festlegen und App prüfen
Wählen Sie das angebotene Ziellaufwerk aus und bestätigen Sie die Übertragung. Starten Sie anschließend die App und öffnen Sie eine vorhandene Datei. Fehlt „Verschieben“ oder bleibt die Option ausgegraut, nutzen Sie eine der folgenden Methoden.
Wenn Windows keine passende Funktion anbietet, können Sie die Erkennung durch App Mover prüfen. Die AOMEI Partitionssoftware ermöglicht die Auswahl einzelner oder mehrerer unterstützter Anwendungen. Quelle und Ziel können auch auf unterschiedlichen Festplatten desselben PCs liegen.
Schritt 1: App Mover öffnen
Starten Sie AOMEI Partitionssoftware und wählen Sie „Freigeben“ > „App Mover“. Die Position des Eintrags kann je nach Version abweichen.
Öffnen Sie den Assistenten für die Anwendungsmigration. Wählen Sie anschließend „Apps verschieben“.
Schritt 2: Bisheriges Installationslaufwerk auswählen
Markieren Sie die Partition, auf der die gewünschten Programme liegen, beispielsweise C:, und klicken Sie auf „Weiter“.
Schritt 3: Programme und Ziel festlegen
Markieren Sie die gewünschten Einträge in der Anwendungsliste. Wählen Sie das Ziellaufwerk und kontrollieren Sie die verfügbare Kapazität. Fehlt ein Programm, erzwingen Sie den Umzug nicht durch manuelles Ausschneiden seines Ordners.
Schritt 4: Migration bestätigen
Klicken Sie auf „Verschieben“. Speichern Sie offene Arbeiten und bestätigen Sie die Meldung zum Schließen betroffener Anwendungen mit „OK“. Lassen Sie beide Laufwerke verfügbar, bis der Vorgang abgeschlossen ist.
Prüfen Sie den Hinweis, bevor die Übertragung beginnt.
Schritt 5: Abschluss und Wiederherstellungsmöglichkeit prüfen
Klicken Sie auf „Fertig“ und testen Sie das Programm. Bei Problemen können Sie die Verwaltungs- und Wiederherstellungsfunktion von App Mover verwenden.
Prüfen Sie nach Abschluss die wichtigsten Programmfunktionen.
Wichtig: Verbliebene Verknüpfungen am ursprünglichen Installationspfad dürfen nicht eigenständig gelöscht werden. Der Hersteller erläutert diese Einschränkung in der App-Mover-Dokumentation. Prüfen Sie solche Abhängigkeiten auch, bevor Sie eine bisherige Festplatte ausbauen.
Bei Spielen ist die eigene Speicherverwaltung des Launchers meist der direkte Weg. Sie berücksichtigt die Zuordnung der Installation zur Bibliothek. Für Steam gehen Sie so vor:
1. Öffnen Sie „Steam“ > „Einstellungen“ > „Speicherplatz“.
2. Fügen Sie eine Bibliothek auf dem gewünschten Ziellaufwerk hinzu.
3. Wählen Sie das bisherige Laufwerk und markieren Sie die betreffenden Spiele.
4. Klicken Sie auf „Verschieben“ und wählen Sie die neue Bibliothek.
Der Ablauf entspricht der offiziellen Steam-Anleitung. Sichern Sie lokale Spielstände und externe Mods gesondert. Das Verschieben des Steam-Clients umfasst nicht automatisch alle Spielebibliotheken.
Bei tief integrierten Anwendungen mit Diensten, Treibern oder speziellen Aktivierungsverfahren kann eine reguläre Neuinstallation sinnvoller sein. Prüfen Sie zuerst die Herstelleranleitung und ob ein anderer Zielpfad überhaupt erlaubt ist.
Schritt 1: Installation vorbereiten
Sichern Sie Projekte und Einstellungen. Beschaffen Sie die Installationsdatei und prüfen Sie den Zugang zur Lizenz, bevor Sie die vorhandene Anwendung deinstallieren.
Schritt 2: Benutzerdefinierten Installationspfad wählen
Deinstallieren Sie das Programm ordnungsgemäß. Starten Sie danach das Setup und wählen Sie die benutzerdefinierte Installation beziehungsweise „Weitere Optionen“. Legen Sie das andere Laufwerk als Ziel fest, sofern das Setup dies unterstützt.
Schritt 3: Einrichtung wiederherstellen
Importieren Sie gesicherte Einstellungen und ergänzen Sie benötigte Erweiterungen. Testen Sie anschließend die Anmeldung sowie das Öffnen und Speichern vorhandener Dateien.
Öffnen Sie „Einstellungen“ > „System“ > „Speicher“ > „Erweiterte Speichereinstellungen“ > „Speicherort für neue Inhalte“. Wählen Sie für neue Apps das gewünschte Laufwerk und übernehmen Sie die Änderung.
Diese Einstellung betrifft unterstützte neue Apps und verschiebt bestehende Installationen nicht nachträglich.
Für klassische Desktop-Programme wählen Sie den Pfad weiterhin im jeweiligen Setup. Auch bei einem Ziel auf D: können temporäre Installationsdateien und Benutzerdaten auf C: liegen. Weitere Speicheroptionen beschreibt Microsofts Anleitung zum Freigeben von Speicherplatz.
Eine Erfolgsmeldung ersetzt keine Funktionsprüfung. Kontrollieren Sie die Anwendung zunächst im normalen Arbeitsablauf und starten Sie Windows anschließend einmal neu.
| Prüfpunkt | Was Sie kontrollieren |
|---|---|
| Programmstart | Start über vorhandene Verknüpfung und gegebenenfalls Autostart |
| Arbeitsdaten | Vorhandenes Projekt öffnen, ändern und speichern |
| Erweiterungen und Lizenz | Plugins, Zusatzmodule, Anmeldung und Aktivierung |
| Externer Speicher | Stabile Verbindung und unveränderter Laufwerksbuchstabe |
| Belegter Speicher | Verbleibende Profile und Cache auf C: gesondert zuordnen |
Startet ein verschobenes Steam-Spiel nicht, prüfen Sie zunächst die Spieldateien und die Bibliothekszuordnung. Weitere Ansätze finden Sie unter Steam-Spiele starten nicht.
Nein. Windows, Herstellerfunktionen und Migrationstools unterstützen unterschiedliche Installationen. Wird eine Anwendung nicht unterstützt, prüfen Sie eine reguläre Neuinstallation auf dem gewünschten Laufwerk.
Die Anwendung oder das gewünschte Ziel wird möglicherweise nicht unterstützt. Bei klassischen Desktop-Programmen fehlt der Eintrag häufig vollständig. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Festplatte defekt ist.
Bei unterstützten Installationen ist das möglich. Das Laufwerk muss rechtzeitig verfügbar und während der Nutzung verbunden sein. Für häufig benötigte Anwendungen ist eine interne SSD meist die praktischere Wahl.
Darauf sollten Sie sich nicht verlassen. Reguläre Installationen können Systemeinträge und Komponenten der bisherigen Windows-Installation benötigen. Das Verschieben auf D: ersetzt keine vollständige Sicherungs- oder Wiederherstellungsstrategie.
Die hier beschriebene Funktion ist für Laufwerkswechsel innerhalb desselben PCs vorgesehen. Ein Wechsel auf einen anderen Computer erfordert eine gesonderte Prüfung von Installation, Betriebssystem und Lizenz.
Bei freier Kapazität auf einer anderen Partition desselben Datenträgers kann eine Erweiterung sinnvoll sein. Prüfen Sie dafür die Anleitung zum Speicherplatz umverteilen. Zwischen zwei getrennten Festplatten lässt sich Kapazität so nicht übertragen.
Wenn Windows 11 keine Verschiebefunktion anbietet, können Sie mit AOMEI Partitionssoftware die Migration unterstützter Anwendungen prüfen. Die gemeinsame Auswahl von Programmen und Ziel vereinfacht die Planung; die Verwaltungsfunktion hilft, durchgeführte Umzüge nachzuvollziehen.
Laden Sie die AOMEI Partitionssoftware herunter und prüfen Sie zuerst eine geeignete Anwendung. Verwenden Sie die Software nur auf eigenen Geräten oder mit entsprechender Berechtigung. Sichern Sie wichtige Daten vor dem Start der Operationen.
AOMEI Partitionssoftware
Schaffen Sie Platz auf Ihrem Systemlaufwerk und übertragen Sie unterstützte Programme auf eine andere Festplatte oder SSD.
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