Die SSD ist voll, auf der HDD bleibt reichlich Platz? So verschieben Sie geeignete Programme ohne unnötige Neuinstallation – und behalten Anwendungen auf der SSD, bei denen Geschwindigkeit zählt.
Die SSD meldet Platzmangel, während auf der HDD noch Hunderte Gigabyte frei sind? Sie können Programme von SSD auf HDD verschieben, ohne Windows umzuziehen. Welche Methode funktioniert, hängt von der Anwendung ab: Unterstützte Apps lassen sich über Windows verschieben, Spiele über ihren Launcher und geeignete Desktop-Programme mit App Mover.
Fehlt die Windows-Schaltfläche „Verschieben“, kann die AOMEI Partitionssoftware eine Alternative sein. Wichtig bleibt die Auswahl: Selten genutzte Programme eignen sich eher für die HDD. Windows und Anwendungen, bei denen kurze Ladezeiten zählen, bleiben möglichst auf der SSD.
Eine HDD bietet zusätzlichen Speicherplatz, reagiert aber langsamer auf viele kleine Dateizugriffe. Programme können deshalb länger starten; auch Projektdateien und Spielinhalte laden unter Umständen langsamer. Bei Spielen mit laufendem Nachladen können zusätzlich Verzögerungen auftreten. Die Zusammenhänge erläutert Intel zum Einfluss von SSDs auf Spiele.
| Anwendung oder Inhalt | Auf die HDD verschieben? | Worauf achten? |
|---|---|---|
| Selten verwendete, große Programme | Häufig sinnvoll | Längere Startzeiten gegen den gewonnenen SSD-Speicher abwägen. |
| Ältere oder weniger anspruchsvolle Spiele | Je nach Spiel | Systemanforderungen prüfen und über den Launcher verschieben. |
| Spiele mit vorgeschriebener SSD | Nicht empfehlenswert | Eine erfolgreiche Übertragung erfüllt keine SSD-Anforderung. |
| Täglich genutzte Entwicklungs- und Kreativsoftware | Eher auf der SSD behalten | Zunächst abgeschlossene Projekte und Archive auslagern. |
| Windows, Treiber und Sicherheitssoftware | Nicht mit dieser Anleitung | Keine Systemordner oder systemnahen Komponenten manuell verschieben. |
Entscheidungshilfe: Belegen Videos und Projektarchive deutlich mehr Platz als das eigentliche Programm, bringt deren Verlagerung oft mehr. Die Anwendung kann dann weiterhin von der SSD starten.
Die folgenden Beispiele verwenden C: als SSD und D: als HDD. Prüfen Sie diese Zuordnung auf Ihrem PC: Ein Laufwerksbuchstabe sagt nichts über die verwendete Hardware aus. Zwei Partitionen können auch auf derselben SSD liegen.
Kopieren Sie nicht einfach den gesamten Ordner „Programme“ auf D:. Installierte Software kann zusätzliche Dienste, Pfade und Registrierungseinträge benötigen.
Prüfen Sie zuerst die integrierte Windows-Funktion. Sie steht für bestimmte Apps zur Verfügung, jedoch nicht für jede Store-App oder jedes klassische Desktop-Programm.
Schritt 1: Installierte Apps öffnen
Drücken Sie Windows + I. Öffnen Sie unter Windows 11 „Apps“ > „Installierte Apps“. Unter Windows 10 finden Sie die Liste unter „Apps“ > „Apps & Features“.
Schritt 2: Verschiebefunktion prüfen
Suchen Sie die Anwendung. Öffnen Sie unter Windows 11 das Drei-Punkte-Menü und wählen Sie „Verschieben“, sofern verfügbar. Unter Windows 10 klicken Sie zunächst auf den App-Eintrag.
Schritt 3: HDD auswählen
Wählen Sie das Laufwerk auf Ihrer HDD und bestätigen Sie den Vorgang. Starten Sie die App anschließend erneut. Fehlt die Option oder ist sie ausgegraut, verwenden Sie eine der folgenden Methoden.
Bei geeigneten Desktop-Anwendungen kann App Mover der AOMEI Partitionssoftware eine Neuinstallation vermeiden. Die Funktion überträgt ausgewählte Programme innerhalb desselben PC.
Schritt 1: App Mover öffnen
Installieren und starten Sie die Software. Öffnen Sie „Freigeben“ und wählen Sie „App Mover“.
Schritt 2: Apps als Übertragungsart wählen
Für installierte Anwendungen wählen Sie „Apps verschieben“.
Schritt 3: Quellpartition auf der SSD auswählen
Markieren Sie die Partition mit den installierten Programmen, beispielsweise C:, und klicken Sie auf „Weiter“.
Wählen Sie die tatsächliche Quellpartition auf Ihrer SSD.
Schritt 4: Programme und HDD-Ziel festlegen
Markieren Sie geeignete Anwendungen aus der Liste. Wählen Sie die Zielpartition auf der HDD und klicken Sie auf „Verschieben“.
Die angezeigten Anwendungen und Laufwerksbuchstaben hängen vom jeweiligen PC ab.
Schritt 5: Übertragung bestätigen
Speichern Sie offene Arbeiten. Bestätigen Sie den Hinweis zum Schließen laufender Anwendungen mit „OK“ und lassen Sie den Vorgang abschließen.
Während der Übertragung können betroffene Anwendungen geschlossen werden.
Schritt 6: Anwendungen auf der HDD testen
Beenden Sie den Assistenten nach Abschluss. Prüfen Sie Programmstart, Dateien und Updates.
Wichtig: Nicht jede Anwendung wird unterstützt. Verändern oder löschen Sie anschließend keine Dateien in den beteiligten Verzeichnissen und entfernen Sie keine zurückgebliebenen Verzeichnisverknüpfungen. Diese können für den Programmstart erforderlich sein.
Für Steam-Spiele verwenden Sie vorzugsweise die eingebaute Übertragungsfunktion. Der Steam-Client kann auf der SSD bleiben, während ausgewählte Spiele auf die HDD wechseln.
Schritt 1: Bibliothek auf der HDD hinzufügen
Öffnen Sie in Steam „Einstellungen“ > „Speicherplatz“. Fügen Sie über die Laufwerksauswahl beziehungsweise die Plus-Schaltfläche einen Bibliotheksordner auf der HDD hinzu.
Schritt 2: Spiele auf der SSD markieren
Wählen Sie das bisherige Laufwerk und markieren Sie die Spiele, die Sie auslagern möchten.
Schritt 3: Verschieben und prüfen
Klicken Sie auf „Verschieben“ und wählen Sie die HDD-Bibliothek. Starten Sie danach die betroffenen Spiele. Sichern Sie lokale Spielstände und Mods vorher separat; deren Speicherorte können außerhalb des Installationsordners liegen.
Grundlage ist die offizielle Steam-Anleitung. Wenn Steam-Spiele nicht starten, prüfen Sie zunächst die Spieldateien über Steam.
Erkennt das Migrationstool eine Anwendung nicht oder unterstützt der Hersteller keinen Umzug, bleibt die Neuinstallation mit geändertem Zielpfad.
Schritt 1: Installation vorbereiten
Besorgen Sie das offizielle Installationsprogramm. Sichern Sie Nutzerdaten, exportierbare Einstellungen und Zugangsdaten. Prüfen Sie bei lizenzierter Software, ob vorher eine Deaktivierung erforderlich ist.
Schritt 2: Anwendung neu installieren
Deinstallieren Sie die bisherige Installation. Wählen Sie beim erneuten Setup „Benutzerdefiniert“ oder eine vergleichbare Option und legen Sie beispielsweise D:\Anwendungen\Programmname fest, sofern der Installer dies erlaubt.
Schritt 3: Daten und Einstellungen übernehmen
Stellen Sie gesicherte Inhalte über die vorgesehenen Importfunktionen wieder her. Testen Sie die Anwendung, bevor Sie Sicherungen entfernen.
Der Installationsordner ist nur ein Teil des Speicherverbrauchs. Benutzerdaten, gemeinsame Komponenten, temporäre Dateien und Update-Pakete können weiterhin auf C: liegen.
Für verbleibende Speicherfresser helfen die Hinweise zum Freigeben von Speicherplatz. Auch Microsofts Bereinigungsempfehlungen unterstützen bei der Auswahl entbehrlicher Dateien.
Ja, wenn Windows oder der jeweilige Launcher eine passende Funktion anbietet. Auch eine Neuinstallation am gewünschten Ort benötigt kein Migrationstool. App Mover erfordert hingegen eine passende kostenpflichtige Lizenz.
Start- und Ladezeiten können steigen. Wie stark sich das auswirkt, hängt von der Anwendung und ihren Dateizugriffen ab. Rechenoperationen werden durch den Laufwerkswechsel nicht automatisch im gleichen Maß langsamer.
Das hängt von Anwendung und Übertragungsmethode ab. Das Laufwerk muss beim Programmstart angeschlossen und unter dem erwarteten Pfad erreichbar sein. Für regelmäßig verwendete Software ist eine dauerhaft angeschlossene interne Festplatte praktischer.
Nutzen Sie die Rückübertragung der ursprünglich verwendeten Methode. App Mover bietet dafür eine Verwaltungs- und Wiederherstellungsfunktion. Auf der SSD muss ausreichend Platz vorhanden sein. Verschieben Sie den Programmordner nicht eigenmächtig zurück.
Nein. Windows kann auf der SSD bleiben, während ausgewählte Programme auf der HDD liegen. Die Anleitung zum Verschieben von Windows-11-Programmen behandelt diesen getrennten Umzug.
Nein. Die Windows-Einstellung für neue Inhalte verschiebt keine vorhandenen Anwendungen und steuert nicht jeden Desktop-Installer. Wählen Sie bei neuen Programmen den Zielpfad im Setup, sofern diese Option angeboten wird.
Beginnen Sie mit großen Programmen, die Sie selten öffnen. Für geeignete Anwendungen ohne Windows-Verschiebefunktion bietet die AOMEI Partitionssoftware einen geführten Übertragungsweg.
Prüfen Sie danach Programmstart, Projektzugriff, Aktivierung und Updates. Verwenden Sie die Software nur auf eigenen Geräten oder mit entsprechender Berechtigung. Sichern Sie wichtige Daten vor dem Start der Operationen.
AOMEI Partitionssoftware
Übertragen Sie geeignete Programme auf Ihre HDD und schaffen Sie auf der SSD Platz für Windows und häufig verwendete Anwendungen.
Windows 11/10/8.1/8/7