Erfahren Sie, was ein RAW-Laufwerk bedeutet, wie Sie wichtige Daten schützen und die Partition anschließend sicher als NTFS formatieren.
Wenn Windows ein zuvor nutzbares Laufwerk als RAW anzeigt, erkennt es dessen Dateisystem nicht mehr zuverlässig. Sind Dateien wichtig, stoppen Sie weitere Schreibzugriffe und sichern oder retten Sie die Daten auf ein anderes Laufwerk. Erst danach formatieren Sie die betroffene Partition als NTFS. Ist der Datenträger sicher leer, können Sie direkt formatieren. Der Ausdruck „RAW in NTFS umwandeln“ beschreibt deshalb meist eine Wiederherstellung oder Neuformatierung, keine einfache Änderung eines Dateisystem-Schalters.
Für sicher leere Datenträger bietet AOMEI Partitionssoftware eine grafische Formatierungsfunktion. Prüfen Sie dort ebenso sorgfältig Datenträgernummer und Kapazität wie in der Windows-Datenträgerverwaltung; die Formatierung selbst erhält vorhandene Dateien nicht.
RAW ist in der Windows-Datenträgerverwaltung die Bezeichnung für ein Volume ohne von Windows lesbares Dateisystem. Ein beschädigter Bootsektor oder Dateisystem-Metadaten, Verbindungsfehler, Verschlüsselung oder ein fremdes Dateisystem können dahinterstehen. RAW sagt allein weder, dass die Daten gelöscht sind, noch dass das Laufwerk mechanisch gesund ist.
| Situation | Nächster Schritt | Formatieren? |
|---|---|---|
| Wichtige Dateien, kein Backup | Schreibzugriff stoppen; Daten retten oder Abbild erstellen | Nein |
| Neue oder sicher leere Partition | Volume und Kapazität kontrollieren | Ja |
| Klickgeräusche, Aussetzer, falsche Größe | Verbindung und Hardware prüfen; bei wichtigen Daten Fachbetrieb | Nein |
| Daten auf anderem Laufwerk geprüft | NTFS-Formatierung durchführen | Ja |
Bei einer verschwundenen Partition statt eines vorhandenen RAW-Volumes lesen Sie zunächst, wie Sie eine verlorene Partition wiederherstellen. Das ist ein anderer Fehlerfall und verlangt eine andere Diagnose.
Wenn die Dateien wichtig sind, brechen Sie die Windows-Aufforderung zum Formatieren ab. Bei einem instabilen Laufwerk ist ein sektorweises Abbild auf ein anderes Medium sinnvoller als zahlreiche Reparaturversuche am Original. Prüfen Sie anschließend mit einem geeigneten Datenrettungswerkzeug, ob Ordner und Dateien lesbar sind; kopieren Sie sie auf das zweite Laufwerk und öffnen Sie Stichproben. Eine gelungene Dateiliste ist noch kein Beweis, dass die Dateien vollständig sind.
Verwechseln Sie das deshalb nicht mit dem Fall gelöschte Partition wiederherstellen: Dort ist die Partition selbst nicht mehr normal eingetragen.
Diese Methode passt nur für eine neue, leere oder vollständig gesicherte Partition. Die Windows-Datenträgerverwaltung ist meist der kürzeste Weg, wenn das Volume stabil erkannt wird.
Schritt 1: Öffnen Sie die Datenträgerverwaltung und vergleichen Sie Größe, Datenträgernummer und Laufwerksbuchstaben mit Ihrer Notiz.
Schritt 2: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das RAW-Volume und wählen Sie „Formatieren“. Löschen Sie keine anderen Partitionen auf derselben Festplatte.
Schritt 3: Wählen Sie NTFS, vergeben Sie optional eine Volumebezeichnung und bestätigen Sie die Warnung erst, wenn keine Daten mehr benötigt werden.
Schritt 4: Öffnen Sie das Volume im Explorer. Prüfen Sie anschließend unter Eigenschaften, ob als Dateisystem NTFS angezeigt wird.
Wenn die betroffene Karte in einer Kamera benutzt wird, prüfen Sie gesondert das Thema beschädigte SD-Karte formatieren; das Gerät kann ein anderes Dateisystem erwarten.
DiskPart ist hilfreich, wenn die grafische Formatierung fehlschlägt. Es ist jedoch besonders fehleranfällig, weil ein falsches Volume sofort das falsche Laufwerk treffen kann. Nutzen Sie diese Schritte nur nach der Datensicherung und mit eindeutig identifiziertem Volume.
Schritt 1: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und starten Sie DiskPart.
Schritt 2: Lassen Sie alle Volumes anzeigen. Vergleichen Sie die RAW-Anzeige mit Größe und Laufwerksbuchstaben aus der Datenträgerverwaltung.
Schritt 3: Wählen Sie ausschließlich die geprüfte Volume-Nummer. Ersetzen Sie N durch die tatsächliche Nummer; sie ist auf jedem PC anders.
Schritt 4: Wenn die Daten gesichert sind, starten Sie die NTFS-Schnellformatierung und verlassen DiskPart danach.
Verwenden Sie hier nicht „clean“: Dieser Befehl betrifft den gesamten Datenträger. Die Schnellformatierung repariert keine alten Dateien.
Wenn Windows die Formatierung nicht abschließt oder Sie die geplante Operation vor dem Ausführen noch einmal prüfen möchten, bietet AOMEI Partitionssoftware eine grafische Alternative. Sie eignet sich für ein sicher leeres oder bereits gesichertes RAW-Volume. Die Funktion „Partition formatieren“ ist keine verlustfreie RAW-zu-NTFS-Konvertierung.
Schritt 1: Starten Sie AOMEI Partitionssoftware. Vergleichen Sie Datenträgernummer, Kapazität und Partition sorgfältig und wählen Sie im Kontextmenü „Partition formatieren“.
Schritt 2: Stellen Sie im Dialog NTFS als Dateisystem ein. Ändern Sie Größe oder andere Partitionen nicht nebenbei.
Schritt 3: Bestätigen Sie die Einstellung. Prüfen Sie die ausstehende Operation sowie den Zieldatenträger und klicken Sie erst dann auf „Ausführen“.
Schritt 4: Kontrollieren Sie nach Abschluss, ob das Volume als NTFS erscheint und Dateien wieder darauf gespeichert werden können.
Wenn Sie eine sicher leere Partition neu einrichten, finden Sie weitere Details zu Festplatte löschen und neu formatieren. Öffnen Sie die Produktseite zur AOMEI Partitionssoftware nur dann als nächsten Schritt, wenn eine grafische Formatierung zu Ihrem Fall passt.
Zeigt Windows ein Laufwerk als RAW an, kann CHKDSK dessen Dateisystem in der Regel nicht prüfen. Erscheint die Meldung „CHKDSK ist für RAW-Laufwerke nicht verfügbar“, bringt ein erneuter Versuch mit anderen CHKDSK-Parametern meist nichts. Sind wichtige Dateien vorhanden, sichern oder retten Sie diese zuerst.
Auch convert X: /fs:ntfs ist keine Lösung für RAW: Der Befehl konvertiert lesbare FAT- oder FAT32-Volumes in NTFS. Prüfen Sie deshalb zunächst, warum das Laufwerk als RAW erscheint. Erst wenn die Daten gesichert sind oder das Volume sicher leer ist, formatieren Sie es als NTFS.
Nicht mit dem Windows-Befehl convert. Wenn Windows das ursprüngliche NTFS wegen beschädigter Metadaten nicht erkennt, kann eine fachgerechte Dateisystem- oder Partitionsreparatur im Einzelfall helfen. Ohne geprüfte Sicherung lässt sich dabei kein Datenverlust ausschließen.
Sie erstellt neue Dateisystemstrukturen und macht bisherige Dateien zunächst unzugänglich. Alte Inhalte können teils noch rekonstruierbar sein, aber jeder weitere Schreibvorgang verschlechtert die Chancen. Deshalb retten Sie wichtige Dateien vorher.
CHKDSK braucht ein von Windows erkanntes Dateisystem. Wird das Volume als RAW eingestuft, kann das Werkzeug dessen NTFS-Strukturen nicht normal prüfen. Die Meldung ist ein Hinweis auf das Problem, kein Reparaturergebnis.
Nein. Für Windows-exklusive Nutzung kann NTFS passen. Kameras, Fernseher und andere Geräte verlangen oft FAT32 oder exFAT. Entscheidend ist die Kompatibilität des Zielgeräts; prüfen Sie dessen Anforderungen vor der Formatierung.
Speichern Sie keine neuen wichtigen Daten darauf. Prüfen Sie Kabel, Gehäuse und Datenträgerzustand. Wiederholt auftretende Fehler sprechen eher für eine Verbindungs- oder Hardwareursache als für eine einmalige Dateisystemstörung.
Nein. Auch in AOMEI ist „Partition formatieren“ ein Formatierungsvorgang. Die Software hilft beim Auswählen des Dateisystems und beim Prüfen der ausstehenden Operation, ersetzt aber keine Datensicherung oder Datenrettung.
Bei wichtigen Dateien stehen Datenrettung und eine überprüfte Kopie an erster Stelle. Bei einem leeren oder gesicherten Datenträger können Sie NTFS anschließend mit Windows oder AOMEI anlegen.
Für den grafischen Weg können Sie AOMEI Partitionssoftware öffnen und die geprüfte Partition als NTFS formatieren. Kontrollieren Sie nach dem Neustart Dateisystem und Laufwerkszustand, bevor Sie wichtige Dateien zurückkopieren.